Crailsheimer
Historischer Verein e. V.

von

Wie schon beim 1. Heft der Crailsheimer Geschichtsblätter 2004 kamen wegen vorgezogener anderer Publikationen („Die Heelsche Chronik“, „Krail und Horaff“) nach und nach so viele Artikel zusammen, dass erneut ein stattlicher Band mit vielfältigem Inhalt heranwuchs. Gewidmet ist er vor allem dem 25-jährigen Vereinsjubiläum, das wir am 22. Nov. 2008 mit einem ganztägigen Symposium zum „Niederadel um Crailsheim“ begangen haben. Der betreffende Aufsatzband wird erst 2010 erscheinen, wogegen wir in diesen Blättern sowohl einen Rückblick auf die bisherige Vereinsgeschichte geben, als auch an die ebenfalls etwa 25-jährige Geschichte unseres Vorgängervereins in der Weimarer Republik und im Dritten Reich erinnern. Quasi ein Bindeglied zwischen beiden Vereinen stellt unser verstorbenes Ehrenmitglied Louise Beck dar, deren Leben Juliana Bauer beschreibt; und die Zeit um 1900 mit Vorstufen zu einer entsprechenden Vereinstätigkeit im Crailsheimer Verschönerungsverein behandelt Willi Glasbrenner in seiner Biografie von Crailsheims erstem Ehrenbürger Alois Paradeis. Auf frühere Vorträge gehen die Aufsätze über Crailsheims Einwohnerschaft um 1500 von Hans Gräser und die Glockengießerfamilie Lösch von Stefan Kraut zurück, die durch zwei weitere Arbeiten zur Crailsheimer Wirtschafts und So zial geschichte von Karl Rohleder und Gerhard Seibold angereichert werden. Damit entsteht im vorliegenden Band ein stichprobenartiger Überblick über die Crailsheimer Stadtgeschichte vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart, geradezu ein Heimatbuch in nuce. Nebenbei wird mit der Besprechung eines Findbuches zum Archiv der Freiherren von Crailsheim noch eine Anregung für eigene Forschungen in der Heimat- oder Adelsgeschichte gegeben und durch Hannelore Maurer die Vereinstätigkeit seit 2004 dokumentiert. Allen Autoren sei für die Bereitstellung ihrer Forschungsarbeiten und Gernot Stepper mal wieder für die perfekte Gestaltung und bewundernswerte Korrekturarbeit herzlich gedankt. Dass freilich das Heft überhaupt gedruckt werden konnte, ist Herrn Rohleder zu verdanken, der die Mehrkosten für die Farbseiten seines Beitrags übernahm, und vor allem einem namhaften Zuschuss durch die VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, die damit auch weiterhin ihre Verbundenheit mit Crailsheim und unserem Verein beweist. Hierfür danken wir sehr und sehen umso zuversichtlicher den nächsten 25 Vereinsjahren entgegen.

Mariäkappel, Mai 2009