Kaum etwas war in der Frühneuzeit wichtiger als eine „eheliche und ehrliche Herkunft“. Nur wer dies beides nachweisen konnte, durfte beispielsweise ein ehrliches Handwerk ergreifen. Anfänglich galten vor allem „fahrende Leute“, wozu auch Schauspieler, Musiker und Prostituierte zählten, als „unehrlich“. Hinzukamen Berufe, die mit Tod, Dreck und Schmutz zu tun hatten. Mancherorts waren aber selbst Büttel, Türmer und Zöllner bescholten. Schließlich traf der Makel der „Unehrlichkeit“ immer mehr Handwerksberufe, etwa Leineweber, Schäfer, Müller, später auch Bader und Barbiere. Doch was waren die Gründe?
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