
Unbearbeitetes indigogefärbtes Material
Bereits beim ersten Betreten der Gottesackerkapelle entwickelte sich für Nanna Aspholm-Flik eine unmittelbare Resonanz. Die Kirche offenbarte ihre stillen Geschichten: große Vogelnester in den Kronen mächtiger Laubbäume, die nicht mehr streng geordneten, reich verzierten historischen Grabmäler an der Westseite der Kapelle – Spuren von Zeit, Wandel und Fürsorge. Im Innenraum richtet sich der Blick unweigerlich nach oben: auf die gewölbte, pudrig blau gefasste Decke aus rauen Holzplanken, überzogen von zahlreichen Wolkenformationen. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sich Nanna Aspholm-Flik intensiv mit dem Nicht-Sesshaften auseinander: mit dem Unbehaustsein, dem Umherziehen, dem Dazwischen – poste restante. Wolken werden dabei zu zentralen Bild- und Bedeutungsträgern. Die Ausstellung verbindet Ort, Material und Erinnerung zu einem poetischen Erfahrungsraum, der zur stillen Betrachtung ebenso einlädt wie zum Dialog und zur gemeinschaftlichen Praxis.
Vernissage: Dienstag, 5. Mai 2026, 18 Uhr
Einführung: Dr. Nicola Leibinger-Kammüller
Musikalische Umrahmung: Katja Zakotnik, Violoncello
Ausstellung: 6. Mai bis 14. Juni 2026
Öffnungszeiten: Donnerstag: 16-20 Uhr, Freitag: 14-18 Uhr, Samstag und Sonntag: 13-18 Uhr
Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm. Informationen unter: www.nannatextiles.de sowie beim Stadtarchiv Crailsheim