Crailsheimer
Historischer Verein e. V.

Dienstag
Vortrag von Folker Förtsch

NS-Propaganda zur Bevölkerungspolitik, nach 1933

Einer der ersten Bereiche, in denen die nationalsozialistische Diktatur ihre rassenpolitische Ideologie umsetzte, war der Bereich der Sozial- und Gesundheitspolitik. In Abkehr von den sozialstaatlichen Grundsätzen der Solidarität und individuellen Versorgung und Förderung setzte sie ihr Programm „der Auslese und des Ausmerzens“ in die Praxis um, das sich mit drastischen Maßnahmen gegen sog. „Erbkranke, Minderwertige und Asoziale“ richtete.

Der Vortrag stellt die Erb- und Rassenpolitik der Nationalsozialisten am Beispiel der lokalen Situation in Crailsheim (und Schwäbisch Hall) dar. Thematisiert werden u.a. die Einrichtung der Gesundheitsämter, die Maßnahmen zur Einhaltung der „eugenischen“ Heiratsregeln, die Durchführung der Zwangssterilisationen und Euthanasiemaßnahmen sowie der „rassenhygienische“ Umgang mit Tausenden von Zwangsarbeitern.

Eintritt frei.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Crailsheimer Historischen Vereins

Eine Kooperationsveranstaltung des Stadtarchivs Crailsheim und des Crailsheimer Historischen Vereins mit dem Krebsverein Schwäbisch Hall